Die Hansestadt Hamburg hat eine vielfältige Museumsszene, die sowohl staatliche Museen, wie zum Beipiel die ständigen Ausstellungen einiger Universitätsfachbereiche oder das im Hafen lokalisierte „Deutsche Zollmuseum“, als auch private Häuser wie das Gewürzmuseum, das St.Pauli-Museum oder das HSV-Museum umfasst. Typisch für die maritim orientierte Handelsstadt Hamburg sind die zahlreichen Museumsschiffe wie der Großsegler Rickmer Rickmers, das U-Boot U 434 oder der Frachter Cap San Diego. Viele der wichtigsten, oft ehemals staatlichen, Museen sind als Stiftungen des öffentlichen Rechts organisiert und sehen sich als selbständige, wenn auch von der öffentlichen Hand weitgehend finanzierte, Einrichtungen verstärkt mit den Herausforderungen publikumsorientierten Marketings konfrontiert.
Hamburger Kunsthalle
Zu dieser Gruppe der halbstaatlichen Museen zählt die renommierte, zwischen Alster und Hauptbahnhof gelegene Hamburger Kunsthalle. Die aus einem 150 Jahre alten Gebäude mit Kuppelanbau sowie einem modernen Würfelgebäude („Galerie der Gegenwart“ ) bestehende Kultureinrichtung stellt auf ingesamt 130.000 qm Ausstellungsfläche Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart aus. Dabei liegt der Schwerpunkt der Sammlungen und Sonderausstellungen auf Grafik und Malerei. Das Museum ist insbesondere bekannt für sein beeindruckendes Kupferstichkabinett und seine reichen Bestände zur bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts, zu denen unter anderem das berühmte Caspar David Friedrich-Gemälde „Eismeer“ gehört.
Museum für Kunst und Gewerbe
Ebenfalls in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen bietet das Museum für Kunst und Gewerbe eine der weltweit bemerkenswertesten Sammlungen angewandter Kunst, Design und Kunstgewerbe. Unter anderem können hier seltene historische Wohnungseinrichtungen bewundert werden.
Museum für hamburgische Geschichte (“hamburgmuseum“)
Das modernistisch auch als „hamburgmuseum“ um die Gunst der Besucher werbende Museum für hamburgische Geschichte in der Neustadt ist das zentrale Museum Hamburgs für städtische Geschichte und Volkskunde. Es ist in Deutschland das größte Museum seiner Art. In den vielen, sorgsam inszenierten Abteilungen kann der Besucher allen Facetten der Hansestadt nachspüren. Besonders spektakulär ist die Piratenabteilung mit dem mutmaßlich originalen Schädel von Klaus Störtebeker sowie die riesige Modelleisenbahnanlage im Dachgeschoss.
Museum für Völkerkunde
Ähnlich beeindruckend präsentiert sich auch das Völkerkundemuseum im Universitäts-Stadtteil Rotherbaum. Insbesondere die Afrika-Abteilung und das ausgestellte imposante Maori-Versammlungshaus sowie regelmäßige Sonderausstellungen ziehen bis zu 200.000 Besucher pro Jahr an.
Museum der Arbeit
Das in den umgebauten Räumen einer ehemaligen Gummiwaren-Fabrik untergebrachte Museum der Arbeit im Arbeiterstadtteil Barmbek legt seine Akzente auf die Darstellung der Entwicklung von Industriekultur und Lebensverhältnissen seit Ende des 19. Jahrhunderts.
Im Museum mit seinen Druckwerkstätten, Bürokontoren und Fabrikmaschinen können hautnah interessante Einblicke in den Arbeitsalltag früherer Generationen gewonnen werden. Zum Museum gehören zwei Außenstellen im Hafen („Speicherstadtmuseum“, „Hafenmuseum“).
